15. April 2025 • 6 Min Lesezeit

Was kostet 3D-Druck? Preise und Einflussfaktoren erklärt

Was kostet ein 3D-Druck Auftrag beim Dienstleister? Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Preistreiber, gibt Orientierungswerte und zeigt, wie Sie Druckkosten senken können.

Von MINIMO Team

Was kostet 3D-Druck? Preise und Einflussfaktoren erklärt

Eine der meistgestellten Fragen an 3D-Druck-Dienstleister lautet: Was kostet das? Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Auf Material, Volumen, Komplexität und Qualitätsstufe. Dieser Artikel gibt Ihnen einen realistischen Überblick – und zeigt, wie Sie Kosten gezielt beeinflussen können.

Die wichtigsten Kostenfaktoren

1. Materialvolumen

Der größte Einzelfaktor ist die Menge des benötigten Materials. Je mehr Filament oder Resin ein Teil benötigt, desto teurer wird es. Das Volumen hängt direkt von der Größe des Bauteils ab.

Orientierungswerte FDM:

  • Kleines Teil (bis ~50 cm³, z. B. Halterung, Kleinbauteil): ab 5–15 €
  • Mittleres Teil (50–200 cm³, z. B. Gehäuse, Funktionsprototyp): ab 15–40 €
  • Großes Teil (über 200 cm³): auf Anfrage, oft ab 40–80 €

2. Materialwahl

Nicht alle Materialien kosten gleich. PLA ist das günstigste, spezielle Materialien wie TPU oder technische Kunststoffe liegen höher.

| Material | Relativer Kostenindex | |---|---| | PLA | Basis (1×) | | PETG | ca. 1,1× | | ABS | ca. 1,1× | | TPU | ca. 1,3× | | SLA Resin (Standard) | ca. 1,5× | | SLA Resin (Tough/Flex) | ca. 1,8× |

3. Druckqualität und Schichthöhe

Eine feinere Schichthöhe (z. B. 0,1 mm statt 0,2 mm) bedeutet mehr Druckzeit und damit höhere Kosten – aber bessere Oberflächen. Für reine Funktionsteile ist Standard-Auflösung (0,2 mm) die wirtschaftlichere Wahl.

4. Infill (Füllungsgrad)

Ein höherer Infill-Prozentsatz verbraucht mehr Material. Für Prototypen reichen typischerweise 15–25 % Infill, für belastbare Teile sind 50–80 % sinnvoll – mit entsprechend höheren Kosten.

5. Stützstrukturen

Überhänge über 45° erfordern Stützstrukturen, die nach dem Druck entfernt werden. Das verbraucht zusätzliches Material und erhöht den Nachbearbeitungsaufwand.

6. Nachbearbeitung

Wenn Teile geschliffen, grundiert oder lackiert werden sollen, entstehen zusätzliche Kosten. Für einfache Funktionsteile ist Nachbearbeitung meist nicht nötig.

Wann lohnt sich 3D-Druck gegenüber traditioneller Fertigung?

3D-Druck ist wirtschaftlich am interessantesten bei:

  • Einzelstücken und Kleinserien: Kein Werkzeug nötig, keine Mindestmengen
  • Komplexen Geometrien: Hinterschneidungen, innere Kanäle, organische Formen – ohne Mehrkosten
  • Schnellen Iterationen: Designänderungen kosten keine Werkzeuganpassung, nur Druckzeit
  • Ersatzteilen: Wenn Originalteile nicht mehr verfügbar oder unverhältnismäßig teuer sind

Bei großen Serien (ab einigen hundert Stück) sind Spritzguss oder andere Verfahren oft günstiger. Für den Einstieg und die Produktentwicklung ist 3D-Druck kaum zu schlagen.

Wie können Sie Druckkosten senken?

Design-seitig:

  • Bauteil so gestalten, dass keine Stützstrukturen nötig sind (Überhänge unter 45°)
  • Wandstärken auf das Nötigste reduzieren (Mindestwandstärke: 1,2 mm)
  • Hohlräume oder Ausnehmungen einplanen, um Material zu sparen
  • Teile ggf. aufteilen und kleben/verbinden statt als Ganzes drucken

Material- und Einstellungsseitig:

  • PLA oder PETG wählen, wenn keine extremen Anforderungen bestehen
  • Infill niedrig halten bei reinen Anschauungsprototypen
  • Standard-Schichthöhe (0,2 mm) für Funktionsteile reicht meist aus

Wie stellt man ein Angebot?

Bei MINIMO funktioniert das Sofortangebot einfach: 3D-Datei hochladen, Material und Einstellungen wählen, Schätzpreis sehen. Innerhalb von 24 Stunden erhalten Sie das verbindliche Angebot per E-Mail.

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