FDM vs. SLA 3D-Druck – Welches Verfahren passt zu Ihrem Projekt?
Wer einen 3D-Druck-Auftrag platzieren möchte, steht oft vor derselben Frage: FDM oder SLA? Beide Verfahren produzieren dreidimensionale Bauteile – aber auf sehr unterschiedliche Weise, mit unterschiedlichen Ergebnissen und für unterschiedliche Zwecke.
Was ist der Unterschied zwischen FDM und SLA?
FDM (Fused Deposition Modeling) druckt mit Kunststofffäden (Filament). Ein beheizter Druckkopf schmilzt das Material und trägt es schichtweise auf. Das Ergebnis sind robuste, funktionale Teile mit sichtbaren Schichtlinien.
SLA (Stereolithografie) funktioniert anders: Ein UV-Laser härtet flüssiges Kunstharz (Resin) punktgenau aus. Schicht für Schicht entsteht so ein hochauflösendes, glattes Bauteil.
Vergleich auf einen Blick
| Kriterium | FDM | SLA | |---|---|---| | Auflösung | ±0,1–0,3 mm | ±0,025–0,1 mm | | Oberfläche | Schichtlinien sichtbar | Glatt, feinteilig | | Materialvielfalt | Hoch (PLA, ABS, PETG, TPU) | Mittel (Standard, Tough, Flex, Clear) | | Kosten | Günstiger | 30–50 % teurer als FDM | | Baugröße | Bis 350×350×350 mm | Typisch kleiner | | Nachbearbeitung | Optional (Schleifen, Lackieren) | Meist erforderlich (Waschen, Aushärten) | | Materialfestigkeit | Hoch (ABS, PETG) | Mittel (abhängig vom Resin) |
Wann ist FDM die richtige Wahl?
FDM ist die wirtschaftlichere und robustere Option für die meisten technischen Anwendungen:
- Funktionale Prototypen: Wenn Festigkeit, Belastbarkeit oder Passgenauigkeit im Vordergrund stehen
- Große Bauteile: FDM ermöglicht größere Druckvolumen
- Serienteile und Kleinserien: Geringere Kosten pro Teil bei größeren Mengen
- Materialvielfalt: Wenn spezifische Eigenschaften wie Flexibilität (TPU) oder Hitzebeständigkeit (ABS) gefragt sind
- Halterungen und Vorrichtungen: Robuste Teile für Produktion und Montage
- Ersatzteile: Kostengünstige Alternative zu gefrästen oder gegossenen Teilen
Wann ist SLA die richtige Wahl?
SLA überzeugt dort, wo feinste Details und glatte Oberflächen entscheidend sind:
- Hochdetaillierte Prototypen: Filigraner Strukturen, feine Geometrien, scharfe Kanten
- Schmuck- und Designmodelle: Wenn Ästhetik und Oberflächenqualität zählen
- Dentale Anwendungen: Kiefermodelle, Zahnschienen, zahntechnische Teile
- Anschauungsmodelle für Kunden: Wenn das Teil professionell präsentiert werden soll
- Elektronikgehäuse mit engen Toleranzen: Wenn ±0,1 mm nicht ausreicht
Was kostet der Unterschied?
SLA-Druck kostet bei uns in der Regel 30–50 % mehr als vergleichbare FDM-Teile, da das Kunstharz teurer ist und die Nachbearbeitung aufwändiger. Für Teile, bei denen Oberflächenqualität nicht entscheidend ist, empfehlen wir grundsätzlich FDM.
Unsere Empfehlung
Für die meisten B2B-Prototypen und technischen Teile ist FDM die erste Wahl: günstiger, materialtechnisch flexibler, und für Funktionsprüfungen völlig ausreichend. SLA lohnt sich, wenn das Teil gesehen werden soll, filigrane Details hat oder Toleranzen unter ±0,1 mm gefordert sind.
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