SLA 3D-Druck verstehen
Stereolithografie (SLA) bietet höchste Auflösung und glatte Oberflächen. Erfahren Sie alles über Verfahren, Materialien und praktische Anwendungen.
Verfahren & Grundlagen
SLA (Stereolithografie) funktioniert durch selektive Aushärtung von flüssigem Photopolymerharz mit UV-Licht. Ein Laser oder DLP-Projektor belichtet die Harzschicht Schicht für Schicht, bis das Modell vollständig ausgehärtet ist.
Der Prozess beginnt mit einer Wanne voll flüssigem Harz. Eine Bauplattform wird in das Harz abgesenkt, sodass eine dünne Schicht über der Plattform liegt. UV-Licht härtet diese Schicht selektiv aus. Die Plattform wird angehoben und der Vorgang wiederholt sich für jede Schicht.
Nach dem Drucken müssen Teile in einem Alkoholbad gewaschen und anschließend unter UV-Licht nachgehärtet werden, um die vollständige Festigkeit zu erreichen.
Materialien & Eigenschaften
Standard-Harze
- • Sehr glatte Oberflächen
- • Hohe Detailauflösung
- • Gute mechanische Eigenschaften
- • Ideal für Prototypen
Tough/Hart-Harze
- • Höhere Festigkeit
- • Gute Schlagfestigkeit
- • Funktionale Prototypen
- • Vergleichbar mit ABS
Flexible Harze
- • Elastische Eigenschaften
- • Gute Dehnbarkeit
- • Für Gummiteile & Dichtungen
- • Verschleißfest
Klar-Harze
- • Transparente Ausführung
- • Nachbearbeitung möglich
- • Für Optiken & Linsen
- • Hochglanzfinish
Toleranzen & Oberflächen
Toleranzen: SLA erreicht deutlich bessere Toleranzen als FDM, typischerweise ±0,05-0,1mm. Die hohe Präzision macht SLA ideal für präzisionskritische Anwendungen und Passungen.
Oberflächen: SLA-Oberflächen sind von Natur aus sehr glatt. Schichthöhen von 0,025-0,1mm sind üblich, was zu praktisch unsichtbaren Schichtlinien führt. Nach dem Waschen und der Nachhärtung können Teile geschliffen, lackiert oder mit Metall überzogen werden.
Tipp: Für die beste Oberflächenqualität orientieren Sie Ihr Modell so, dass Überhänge minimiert werden. Dies reduziert Stützstrukturen und nachfolgende Nachbearbeitung.
Praktische Anwendungsfälle
Hochpräzise Prototypen
Ideal für Prototypen mit hohen Anforderungen an Oberflächenqualität, Detailtreue und Passgenauigkeit.
- • Präsentationsmodelle
- • Form- und Passteile
- • Schmuckmodelle
Medizin & Dental
Biokompatible Harze ermöglichen Anwendungen in der Medizintechnik und Zahnmedizin.
- • Anatomische Modelle
- • Chirurgische Planung
- • Dentalprothetik
Gussmuster
SLA-Modelle können als verlorene Formen für Investment-Guss verwendet werden.
- • Metallguss
- • Präzisionsguss
- • Kleinserien
Kleinteile & Details
Perfekt für sehr kleine oder detailreiche Bauteile, die FDM-Grenzen überschreiten.
- • Miniaturmodelle
- • Feinmechanik
- • Elektronikgehäuse
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