SLA 3D-Druck erklärt
Verfahren, Materialien, Toleranzen und Anwendungsfälle der Stereolithografie.
Verfahren & Grundlagen
Stereolithografie (SLA) härtet flüssiges Photopolymerharz mit UV-Licht aus. Ein Laser belichtet die Harzoberfläche Schicht für Schicht, bis das Modell vollständig geformt ist. Das Ergebnis sind Teile mit sehr feinen Details und glatten Oberflächen, die FDM in dieser Qualität nicht erreicht.
Nach dem Druck ist das Teil noch nicht fertig: Es wird in einem Alkoholbad gewaschen, um überschüssiges Harz zu entfernen, und anschließend unter UV-Licht nachgehärtet. Erst dann erreicht es seine volle Festigkeit. Diesen Schritt übernehmen wir vollständig.
Wo SLA gegenüber FDM punktet: feinere Strukturen, glattere Oberflächen und engere Toleranzen. Wo FDM vorne liegt: größere Bauräume, mehr Materialauswahl und geringere Stückkosten. Für Präzisionsteile und Sichtteile ist SLA die bessere Wahl.
Materialien & Eigenschaften
Standard
Standard-Photopolymerharz
- • Sehr glatte Oberflächen direkt aus dem Drucker
- • Hohe Detailauflösung, feine Strukturen ab 0,1 mm
- • Gut schleifbar und lackierbar
- • Geringere mechanische Belastbarkeit als Tough-Harze
Toleranzen & Oberflächen
Maßgenauigkeit
SLA erreicht typische Toleranzen von ±0,05–0,1 mm, deutlich enger als FDM. Das macht das Verfahren zur ersten Wahl, wenn Passungen oder Gegenstücke aus anderen Fertigungsverfahren passen müssen. Für Steckverbinder und Schnappverschlüsse empfehlen wir trotzdem 0,1–0,2 mm Spiel einzuplanen.
Oberfläche & Optik
SLA druckt mit Schichthöhen von 0,05–0,1 mm. Die Schichtlinien sind mit bloßem Auge kaum sichtbar. Oberflächen können geschliffen, poliert und lackiert werden. Klare Harze lassen sich auf optische Transparenz nacharbeiten.
Hilft uns bei Ihrer Anfrage:
Welche Flächen sind sichtbar? Gibt es Passungen zu anderen Teilen? Wird das Teil mechanisch belastet? Je mehr wir wissen, desto besser können wir Orientierung und Harzwahl abstimmen.
Praktische Anwendungsfälle
Hochpräzise Prototypen
Wenn Oberflächenqualität, Detailtreue und Passgenauigkeit entscheidend sind, ist SLA die richtige Wahl.
- • Präsentationsmodelle
- • Form- und Passteile
- • Schmuckmodelle
Medizin & Dental
Biokompatible Harze ermöglichen Anwendungen in der Medizintechnik und Zahnmedizin.
- • Anatomische Modelle
- • Chirurgische Planung
- • Dentalprothetik
Gussmuster
SLA-Modelle können als verlorene Formen für Präzisionsguss eingesetzt werden.
- • Metallguss
- • Präzisionsguss
- • Kleinserien
Kleinteile & Details
Für sehr kleine oder filigrane Bauteile, bei denen FDM an seine Grenzen stößt.
- • Miniaturmodelle
- • Feinmechanik
- • Elektronikgehäuse
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